„Seconds Out“ von GENESIS wird 40

Genesis_-_Seconds_Out

Es ist für mich das beste GENESIS-Album, das beste Live-Album aller Zeiten mit dem besten Live-Album-Cover aller Zeiten und eines der wichtigsten Alben in meiner eigenen musikalischen Biographie: „Seconds Out“ von GENESIS. Dieses Meisterwerk kam am 20. Oktober 1977 auf den Markt und stellte einen der vielen Wendepunkte in der Karriere dieser Band dar.

Entdeckt habe ich das Album erst um 1980 herum. Ein Nachbar in meiner damaligen Heimat Kassel, der Bruder eines Mädchens für das ich heimlich ziemlich geschwärmt habe, lieh mir das Album aus und ich habe es glaube ich fast 6 Monate nicht mehr hergegeben.

Diese unglaubliche Musik, die GENESIS damals gemacht hat – „Invisible Touch“ und das ganze Zeugs, das danach kam, ist nur noch ein grauer Schatten dessen. Dieser kühle Einstieg mit „Squonk“, danach gleich mit „Carpet Crawlers“ und – über die Uptempo-Nummer „Robbery, Assault and Battery“ hinweg – „Afterglow“ und „Firth of Fifth“ gleich drei Gänsehaut-Monster in einer Reihe (natürlich damals über Schallplattenseiten verteilt).

Dann kommt der erste dynamische Höhepunkt: Mit der Closing Section von „The Musical Box“ kam die Band damals Bedenken der Fans entgegen, Collins wäre nicht in der Lage, die völlig psychopathische Performance von Peter Gabriel („Why don´t you touch me, touch me, touch me now! Now! Now!“) auf die Kette zu bekommen. Die Fans in Paris schienen wohl zufrieden zu sein, der abschließende Jubel ist frenetisch.

Seite 3 der Vinyl-Version gehört dann komplett dem Magnus Opus „Supper´s Ready“ (über das alleine man ein ganzes Buch schreiben könnte) und eigentlich kann danach nichts mehr kommen, Seite 4 rundet dann aber doch mit dem flüssigen Tripple „Cinema Show“, „Dance On A Vulcano“ und das immer perfekte „Los Endos“ eine – wie gesagt – absolutes Live-Überwerk ab.

Bis heute messe ich jede Live-Platte – egal welchen Genres – an „Seconds Out“. Die Produktion der Platte klar, ohne kalt und seelenlos zu sein. Jedes Instrument hat unglaublich viel Raum, der Progrock der frühen Jahre spielt gerade hier seine größten Stärken aus: Kreativität, Verspieltheit und vor allem Dynamik.

Genug geschrieben. Hören wir zur Feier des Tages heute einfach mal wieder „Seconds Out“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.