SCUMPULSE – Rotten [track]

 

Dieser Trend, vor alle möglichen Musikstile „Blackened“ zu schreiben – also „Blackened Death Metal“, „Blackened Thrash“ usw. – ist in den letzten Jahren eher an mir vorbei gegangen. Und wenn ich mal drüber gestolpert bin, fand ich es eher eigenwillig und wenig reizvoll. Ich meine: „Blackened Prog Doom Pop“, hallo?!

Scumpulse machen wohl auch irgendwas „Blackened“, aber hier finde ich das Ganze ziemlich rund. Im Grunde ist das Black Metal ohne das ganze sowieso für meine Begriffe völlig abgetragene Teufels-Gewäsch. Da halte ich es nämlich schon immer mit Chuck Schuldiner: „Satan can suck my dick.“

SCUMPULSE rammeln ganz anständig durch diese Vier Minuten Zweiundvierzig, der Song ist kurzweilig und macht Spass. Mehr davon!

HARM´S WAY – Become a Machine [track]

 

Super ist, wenn du eine supertolle Band bist. Nicht ganz so super ist, wenn es auch andere Bands mit demselben Namen gibt und man euch ständig durcheinander bringt. Oder ist das doch ein und dieselbe Band? Ich blicke nicht mehr durch.

Jedenfalls: DIESE Harm´s Way bringen noch im Februar ihr neues Werk „Posthuman“ raus und das tritt mächtig Popo.

Empfehlung!

MACHINE HEAD – Carthasis [3/15tel review]

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Ich kann MACHINE HEAD einfach nicht mehr ertragen. Warum versuche ich immer wieder, dieser Band etwas abzugewinnen? Warum quäle ich mich mit diesem Mist so?

Das hat zwei Gründe. Erstens mag ich Robb Flynn als Mensch sehr gerne. In Interviews wie z. B. in Jastas Podcast kommt er immer cool, offen und interessant rüber. Und auch generell ist seine Attitüde drei Daumen hoch, man denke nur an sein Statement zu der Anselmo-Rassismus-Weisswein-Affäre. 

Zweitens ist das Debüt der Band ganz zu Recht ein Klassiker. „Wie Pantera, wenn sie gute Songs schreiben würden“ schrieb damals irgendein Journalist und da war schon was dran. Alles danach… nun ja.

Das alles hilft aber nix. Ich quäle mich seit Jahren durch jeden neuen Release und zumeist schaffe ich es auch bis zum letzten Song. Bei „Carthasis“ habe ich jetzt aufgegeben – drei Songs und ich musste echt aus machen.

So einen zusammengekloppten, uninspirierten und bei anderen Bands zusammengeborgten Mist habe sogar ich nicht erwartet. Der Opener „Volatile“ ist sogar ein recht guter Einstieg in ein Album – das Ding ist aber dermaßen krass bei Slipknot geklaut, dass ich echt sprachlos bin. Machine Knot? Slip Head? Was ist das denn?

Dann kommt der Titeltrack und der ist dann ganz, ganz schlimm. Ein Song wie ein Panini-Album, einfach ein paar Riffs und Songideen zusammengepappt, fertig. Unfassbar, dass diese erfahrene Band mit derart kompetenten Musikern so eine Katastrophe abliefert. Und auch hier fallen einem diverse Millennial-Metal-Acts ein, bei denen sich die Herren fröhlich bedient haben.

„Beyond The Pale“ ist dann insgesamt ein okayer MH-Song mit einem feinen Refrain, aber trotzdem… es geht einfach nicht, ich bin raus.

Normalerweise würde ich euch damit nicht behelligen, ich schreibe extrem ungern Verrisse und auch generell ist dies KEIN Rezensionen-Blog, das möchte ich nur ab und zu machen und auch nur dann, wenn mich etwas begeistert.

Aber aus oben genannten Gründen musste ich einfach mal Dampf ablassen. Die letzte Slayer (die ja wohl auch tatsächlich die LETZTE sein wird) und dieses Teil hier, das sind beides Werke, die eigentlich nicht schlecht sein SOLLTEN – es aber leider meiner Meinung nach trotzdem sind.

Und das wird man ja wohl noch sagen dürfen… 🙂

PS: Auch wenn meine Meinung – wie jede andere auch – nicht unbedingt Bestätigung braucht, der Angry Metal Guy ist sogar großer MH Fan und schlägt in eine ganz ähnliche Kerbe. Und der hat das Album sogar durchgehört.

Mark E. Smith (THE FALL) ✝ 2018

VARIOUS

„Denn von allen Gedanken,
schätz ich doch am meisten
die Interessanten“
Die Sterne

Ich liebe die Quertreiber, die Ungewöhnlichen, die Eigensinnigen, die Ihr-Ding-Druchzieher. Auch und vor allem, wenn sie kein Metal sind. Ich höre deren Musik vielleicht zwei mal in zwölf Jahren, aber immer dann nicke ich zufrieden und denke mir: „Ganz genau.“ MERZBOW ist so einer, Bowie ebenfalls und Mark E. Smith sowieso.

THE FALL war eine sperrige Band. Die Musik war eigentlich ganz zugänglich, hat auf diese typisch britische Art geswingt und zuweilen sogar fast krautrockig. Aber dann dieser Mark E. Smith mit seinem kruden, zynischen fast Sprechgesang – das war einfach zu obskur für heavy rotation auf MTV oder die große Weltkarriere inklusive Rock am Ring.

Nun ist Mark E. Smith mit 60 Jahren gestorben. Hat tip to you, mate.