DISTURBED machen diesen einen blöden Fehler NICHT… [track]

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Die Anzahl der Hartwurst-Bands, die nach dem Mega-Erfolg ihrer schmusigen Balladen-Coverversion mit Säcken voller Gold im Meer versinken, ist Legion. UGLY KID JOE fallen mir da ein mit „Cats in the Cradle“, LIMP BIZKIT mit „Behind Blue Eyes“ oder FAITH NO MORE mit „Easy“. Du hast sicher auch gleich ein paar Titel am Start, oder?

Das heißt NICHT, dass diese Bands in ihrem Genre nicht erfolgreich waren oder sind oder gar nicht relevant, mitnichten. Aber: Welche Songs von diese Bands bekommen – wenn überhaupt – Airplay? Meistens diese Balladen-Cover, nicht die eigene Mucke. Und das ist für viele Bands auf lange Sicht sehr, sehr, sehr frustrierend, denn du hast den Höhepunkt deiner Karriere eigentlich dem Genius eines oder einer Anderen zu verdanken. Das zehrt am Selbstbewusstsein.

Nun kommt DISTURBED in der „Nach-Sounds-Of-Silence“-Ära (und nach einer Schaffenspause) mit neuem Album und – Jawohl! – einer neuen Ballade um die Ecke. Ich habe mir das Ding noch nicht einmal komplett angehört, da das Rezept mich persönlich extrem langweilt. Aber hey: Da steht ganz fett „AIRPLAY“ drauf und das werden sie sicher bekommen.

Und was soll ich sagen, ich würde es ihnen gönnen. Jochen Distelmeyer von BLUMFELD hat das in einem Radiointerview mal ganz richtig gesagt: Balladen sind so mit das Schwierigste, was man schreiben kann – und über die Genres hinweg hat so ziemlich jeder, der schon mal einen Song geschrieben hat, einen HÖLLENRESPEKT vor einer wirklich gelungenen Ballade.

So gesehen: Schnappt sie euch, Jungs!

██████ – Demo [bandcamp]

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Ja, es gibt tatsächlich eine Band, die ██████ heißt und… warum auch nicht?

██████ kommen aus dem tschechischen Plzen und machen irgendwie Psycho-Black-Metal-Gitarrenpop oder so. Ich mag inzwischen BM-Bands mit so einem eher cleanen Gitarrensound ganz gerne und ██████ liefern.

██████ spricht sich übrigens „We don´t have a name“ 🙂

MP02 von PUNKT [OTG]

4.The Internet as a tool_b.jpg.prod_zoomBild von Punkt.ch – Alle Rechte am Bild liegen beim Unternehmen

Das Thema „Off The Grid“ (OTG) nimmt langsam mehr Fahrt auf. Adam Curry von No Agenda widmet dieser Idee, sich via einem WIRKLICHEN „Smartphone“ den ganzen Trackern von Facebook, Google at al zu entziehen, ja bereits seit einiger Zeit eine Sektion in der Show. Und das aus guten Gründen.

Wir alle hinterlassen über unsere ganzen Devices mehr und mehr digitale Spuren. Diese Spuren ergeben insgesamt dann ein ziemlich komplettes Bild über uns und unser Leben. Das kann man schlecht finden, es kann einem egal sein – es gibt sogar Leute, die finden das super. Egal wie man dazu steht, Fakt ist: Da führen Leute Buch über unser Leben und unsere Gewohnheiten und wir haben so gut wie keinen Einfluss darauf.

Entziehen kann man sich dem wohl schon jetzt nicht mehr zu 100%, man kann das Tracken aber deutlich erschweren, und das ist die Idee von OTG.

Allerdings will man natürlich nicht auf viele „unschuldige“ Vorzüge eines Smartphones verzichten, z. B. Musik hören, E-Mails empfangen und senden oder Chatten. Deshalb suchen Leute wie Adam aktuell smarte Devices, die so wenig tracken wie z. B. ein iPhone oder ein Android-Device.

Ein neues Beispiel dafür ist das MP02 von Punkt aus der Schweiz. Das Teil sieht superklasse aus – das Design ist ein headnod an Dieter Rams of BRAUN fame finde ich – und hat alle Features, die man braucht.

Okay, deutlich über 300 Euro sind schon eine Ansage, aber dafür hat man „etwas Wundervolles in der Hand“ (um mal diesen Stevejobism reinzudübeln) und kann sich einen Hauch weniger beobachtet fühlen. Und so etwas kommt eben für einen gewissen Preis, wirklich „smarte Dumbphones“ werden nämlich immer seltener.

Neu mit 50: Phil Anselmo – Ex-Problem-Brüllwürfel

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Ach ja, der Phil Anselmo. Nach den ganzen Pantera-Dramen und Drämchen, dem völlig debilen White-Power-Skandal nebst klarer Ansage von diversen Metal-Granden, Drogen- und Alkohol- und Rückenoperation-Exzessen scheint der gute so langsam auf die Spur zu kommen.

Laut Bericht von Blabbermouth ist Phil seit seinem 50. Geburtstag vor 9 Monaten trocken und hat seitdem über 20 Kilo abgenommen. Gut für ihn!

Seine Stimme ist dabei natürlich nicht mehr die eines 20-jährigen, klar. Kann man sich aktuell bei Gigs von Phil H. Anselmo & The Illegals anhören.

Ich bin wieder da [interna]

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So, der Hiatus ist beendet. Vorerst.

Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, um mir über die Ausrichtung dieses Blogs Gedanken zu machen. Musik alleine ist es einfach nicht mehr und da ich im November entscheiden muss, ob ich diese Sache hier weitermache und entsprechend auch Geld in den Webspace investiere, starte ich eine Art Reboot bis dahin.

Wenn es klappt, geht es weiter. Wenn es nicht klappt, mache ich hier endgültig dicht.

Es wird auch weiterhin um Musik gehen, aber eben nicht nur. Den Titel „schmerzverzerrt“ werde ich breiter auslegen, es gibt genügend andere Dinge in dieser Welt, bei denen man regelmäßig das Gesicht verzieht. 🙂

Also: Schwupps die Geige, los gehts!

XENOSIS – Night Hag [track]

 

Wir hatten es ja neulich mit komischen Genre-Wortzusätzen wie „Blackened“. Maurice von Last Bit Of Sanity (Grüße, Rezi kommt!) hat in einer FB-Dialog darauf hingewiesen, dass auch „Prog“ oder „Progressive“ mithin inflationär genutzt wird. Recht hat er.

Wie auch immer, XENOSIS machen mit Sicherheit etwas, was man „Progressive Death“ nennen kann. Ziemlich anspruchsvolles Geknüppel, ohne allerdings den roten Song-Faden zu verlieren. Fein.