SCUMPULSE – Rotten [track]

 

Dieser Trend, vor alle möglichen Musikstile „Blackened“ zu schreiben – also „Blackened Death Metal“, „Blackened Thrash“ usw. – ist in den letzten Jahren eher an mir vorbei gegangen. Und wenn ich mal drüber gestolpert bin, fand ich es eher eigenwillig und wenig reizvoll. Ich meine: „Blackened Prog Doom Pop“, hallo?!

Scumpulse machen wohl auch irgendwas „Blackened“, aber hier finde ich das Ganze ziemlich rund. Im Grunde ist das Black Metal ohne das ganze sowieso für meine Begriffe völlig abgetragene Teufels-Gewäsch. Da halte ich es nämlich schon immer mit Chuck Schuldiner: „Satan can suck my dick.“

SCUMPULSE rammeln ganz anständig durch diese Vier Minuten Zweiundvierzig, der Song ist kurzweilig und macht Spass. Mehr davon!

RISE OF AVERNUS – Eigengrau [bandcamp]

 

Ist „Symphonic Death Doom“ eigentlich ein Ding? Habe ich ja noch nie gehört, aber bitte: Die Australier von RISE OF AVERNUS machen genau das – also irgendwie Dimmu Borgir in langsam.

„Eigengrau“ heisst komischerweise das Werk der Band und mit „Eigenlicht“ hat man sogar einen deutschen Songtitel. Man mag wohl den Klang der Worte, wir erinnern uns an „Cellar Door“ (jedenfalls alle, die Donnie Darko gesehen haben)

Ist „Symphonic Death Doom“ also wirklich ein Ding? Für ein echtes Genre reicht es meiner Meinung nach nicht, aber das hier ist schon ziemlich kompetent gemacht.

REDEMPTOR – Arthaneum [stream]

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Da haben sie drüben bei MetalInjection aber was ganz Feines entdeckt. Die Polen von REDEMPTOR liefern das ab, was man wohl gerne „Tech Death“ nennt, also zeitweise recht anspruchsvoll gespielten, rifflastiges Tödelgeknödel.

REDEMPTOR überspannt den Gniedelbogen aber zum Glück nicht zu sehr und packt leiber noch eine schöne Portion Morbid Angel- und Nile-Athmosphäre mit rein.

Feine Sache!