XENOSIS – Night Hag [track]

 

Wir hatten es ja neulich mit komischen Genre-Wortzusätzen wie „Blackened“. Maurice von Last Bit Of Sanity (Grüße, Rezi kommt!) hat in einer FB-Dialog darauf hingewiesen, dass auch „Prog“ oder „Progressive“ mithin inflationär genutzt wird. Recht hat er.

Wie auch immer, XENOSIS machen mit Sicherheit etwas, was man „Progressive Death“ nennen kann. Ziemlich anspruchsvolles Geknüppel, ohne allerdings den roten Song-Faden zu verlieren. Fein.

PESTILENCE – Multi Dimensional [track]

 

Die Holländer von PESTILENCE schätze ich seit „Consuming Impulse“ sehr, habe aber über die Jahre etwas den Anschluss verloren, weil andere Stilrichtungen für mich interessanter wurden. Jetzt aber, nach all´ den Jahren, bin ich für „Progressive Thrash“ (nennen wir es einfach mal so) wieder sehr zu haben.

Im März 2018 kommt das neue Album HADEON raus und mit „Multi Dimensional“ haut man schon mal eine Göttergabe von einem Brett raus. DIESE Riffs, wow!

PANTERBALLETT – „White Christmas“ [track]

 

Ich habe die völlig durchenen Münchner (und somit Nachbarn) von PANZERBALLETT  etwas aus den Augen verloren in den letzten Jahren, aber natürlich: Sie können es noch immer kochen, dieses großartige Gebräu aus Metal, Jazz, Djent und was weiß ich noch alles.

Wenn ihr also eine wirklich arschtretende Alternative zu den üblichen Weihnachtslieder sucht, bitteschön!

Déja-vu: OPETH – Deliverance [track]

 

Dass OPETH mal eine unglaublich gute Band war, ist glaube ich in der Metal-Szene eine weit verbreitete Meinung. Dass man mit dem aktuellen Weg der Band nicht unbedingt zufrieden sein muss, ebenfalls – und das liegt nicht einmal am Fehlen der Growls, damit können viele (und dich zähle mich dazu) leben.

Zu „Deliverance“ gibt es eine schöne Geschichte. Viele wissen ja noch, wo sie z. B. während der Anschläge vom 11. September 2001 waren oder, als sie vom Tode Elvis´ gehört haben. Ich weiss witzigerweise genau, wo ich war, als ich zum ersten mal Opeth und genauer gesagt „Deliverance“ hörte. Ich fuhr irgendwann Ende 2002/Anfang 2003 spät Abends von der Agentur in Frankfurt nach Hause über die Hanauer Landstrasse. Im Radiosender hr3 lief deren Rock- und Metal-Sendung und der Moderator kündigte einen „Opus“ der Schweden von Opeth an. Und ich so: „Aha, da bin ich ja mal gespannt.“

Der Rest ist, wie man so sagt, Geschichte. Ich halte dieses Album noch immer für das Beste der Band.

AMPLIFIER – Freakzone [track]

 

Es gibt eine neue AMPLIFIER und ich habe nix davon mitbekommen. Das Werk heisst „Trippin´ with Dr Faustus“ und haut mich – wie alles Andere ausser dem Debut und mit Abstrichen „Insider“ – nicht wirklich vor Begeisterung aus den Latschen.

Irgendwie versuchen AMPLIFIER seit über 10 Jahren, mit der einmal gefundenen Formel so dermaßen in den Sonnenuntergang zu reiten, dass es (jedenfalls mir) keinen Spass mehr macht.

Ist also nicht wirklich schlimm, dass ich diesen Release verpasst habe. Schade irgendwie.

IQ – The Road Of Bones [track]

 

Mein Hit 2016. Das aktuelle Album von IQ hat mich wirklich überrascht. Eigentlich ist diese Band so dermaßen traditionell Progrock, dass sie mich eigentlich nicht interessieren. Aber „The Road Of Bones“ klingt frisch, glänzt mit ausgezeichnetem Songwriting, tollen Riffs und Melodien und – im Falle des Titeltracks – sogar einer unerwarteten Härte im Abgang.

So kann es mit diesen Prog-Dinos in den nächsten Jahren gerne weitergehen.