Ein letztes mal „Paranoid“ [video]

DMblUNHWkAATKvi

via MetalInsider

Black Sabbath sind seit dem 4. Februar 2017 Geschichte. Die Band, die den Heavy Metal erfunden hat, ist nicht mehr. Und es ist gut, dass Ozzy, Geezer und Tony (leider ohne Bill) der Bandgeschichte ein würdiges Ende beschert haben.

Am 17. November kommt nun ein DVD/BD Set mit dem sinnigen Titel „The End“ auf den Markt, welches das letzte Konzert der Band EVER in der Heimatstadt Birmingham dokumentiert. Und genau davon gibt es jetzt einen ersten Eindruck mit der finalen Performance von „Paranoid“.

Auf einige Dinge sind Verlass:

  • Ozzy muss noch immer seine eigenen Texte vom Teleprompter ablesen
  • Tony rockt
  • Geezer pumpt
  • Sabbath hört wirklich auf – schließlich sind sie die Größten und nicht solche Douchebags wie Ministry und deren drölfzig „Abschiedskonzerte“.

 

jm2c: KADAVAR – Rough Times

kadavar_roughtimes

Kaufen bei Google Play | Amazon | iTunes

Es gibt diese Szene mit Mike Patton (Faith No More, Fantomas und noch gefühlt 2671 weitere Bands): Während eines Interviews auf einem Festival-Gelände hört er im Hintergrund Wolfmother spielen, hält kurz inne und sagt dann: „Hörst du diese Scheiße? In welchem Jahr sind wir? Vergib mir, aber: Wolfmother, ihr saugt!“

Dieses Retro-Ding ist aber auch schwierig einzuschätzen. Auf der einen Seite könnte man sagen, dass Bands wie Wolfmother, Wight oder eben auch Kadavar einfach nur einen  Sound in das nächste Jahrtausend hinüberretten und einer neuen Generation zu Gehör bringen möchten. Worum es aber Patton geht – und da bin ich bei einigen Acts absolut bei ihm: Viel zu oft zeugt ein solches musikalisches Herangehen schlichtweg von Fantasielosigkeit und mangelnder Kreativität.

Das gesagt: Das Trio Kadavar aus Berlin muss sich mangelnde Kreativität nun wahrlich nicht vorwerfen lassen. Man schreibt nämlich nicht einfach stumpf von Klassikern wie Hawkwind, Black Sabbath, deutschen Psychedelic-Größen wie Lucifer´s Friend oder auch moderneren Helden wie The Sword oder Monster Magnet ab, man lässt seine Musik eher von einer gesamten Musikszene, einem Lifestyle beatmen und erzählt entsprechend eine größere Geschichte.

Mal stampfendes Downtempo (Skeleton Blues), mal schon fast poppiger Uptempo und dann gegen Ende noch eine obligatorische, ziemlich unpeinliche Ballade (You Found The Best in Me) – das Œuvre ist stimmig, stimmungsvoll und auf internationalem Niveau.

Was mich stört, ist der für meinen Geschmack zwar äußerst stabile aber insgesamt eher eindimensionale Gesang, da würden mehr Klangfarben und auch etwas mehr Dynamik gut tun.