RISE OF AVERNUS – Eigengrau [bandcamp]

 

Ist „Symphonic Death Doom“ eigentlich ein Ding? Habe ich ja noch nie gehört, aber bitte: Die Australier von RISE OF AVERNUS machen genau das – also irgendwie Dimmu Borgir in langsam.

„Eigengrau“ heisst komischerweise das Werk der Band und mit „Eigenlicht“ hat man sogar einen deutschen Songtitel. Man mag wohl den Klang der Worte, wir erinnern uns an „Cellar Door“ (jedenfalls alle, die Donnie Darko gesehen haben)

Ist „Symphonic Death Doom“ also wirklich ein Ding? Für ein echtes Genre reicht es meiner Meinung nach nicht, aber das hier ist schon ziemlich kompetent gemacht.

EXIT EDEN – A Question of Time (Depeche Mode cover) [track]

 

Man ist ja als Blogger auch Chronist irgendwie. Und manchmal muss man auch seinem Entsetzen Ausdruck verleihen – wie in diesem Falle.

Dass dieses giftige Gebräu von einem Finanzberater der lokalen Bankfiliale und nicht von einem wirklich kreativen Musiker ausgedacht wurde, liegt auf der Hand. Das hat nichts mit dem Talent der singenden noch der Instrumente bedienenden Zunft zu tun (das ist alles recht kompetent gemacht), es ist das ganze Œuvre.

Geschmeidiger Gesang, Oma-Erna-kompatibles Gitarren-Grundrauschen und eine Playlist aus der Pop-Hölle:

Bildschirmfoto 2017-10-20 um 18.38.56

Quelle: Blabbermouth

Ich bin raus und bookmarke das hier einfach mal für meinen ausstehenden Mega-Rant zur aktuellen Lage der Metal-Nation.

Amberian Dawn – I´m The One [video]

 

Hossa, die Finninen und Finnen von Amberian Dawn hatte ich bisher noch nicht auf dem Zettel – wohl auch, weil mich Symphonic Metal als Format irre schnell langweilt und nur Ausreißer wie die völlig durchenen Typen von Fleshgod Apocalypse ein gerüttelt Maß an Begeisterung entlocken können.

Was mir da aber beim neuesten Track „I´m The One“ geboten wird, ist wirklich mal originell. Man dudelt nicht die immer gleichen Klassik-Clichés herunter, sondern tritt mit leicht skandinavisch- und zuweilen sogar slavisch-folkloristisch wirkendem Flair vor die Videokamera, verbunden mit einer souveränen Härte.

Nicht unbedingt etwas, von dem ich einen Longplayer in der Sammlung bräuchte, bei einem Festival würde ich bei so einem Act aber auch nicht gleich an die Biertheke flüchten.